Systemische Aufstellungsgruppe für Eltern
Familienaufstellung, Familienstellen
Die systemische Aufstellungsarbeit ist eine Methode der
familienbezogenen Kurzzeittherapien. Sie kann in der
Einzelsitzung mit Figuren oder auch in Form einer Gruppe
durchgeführt werden. Anwendung findet die Methode der Familienaufstellung im
Bereich der Familientherapie und in der Organisations-
Beratung seit etwa fünfundzwanzig Jahren.
Wir erleben Familie seit unserer Geburt, zunächst in Form
unserer Herkunftsfamilie mit den eigenen Eltern und Geschwistern und später mit unserem Partner und den eigenen Kindern (unserer Gegenwartsfamilie). Manchmal kommen nach einer Trennung noch weitere Partner in der Folgezeit dazu. So individuell wir als Menschen auch sein mögen, die Einbindung in familiäre Beziehungen und Bindungen, haben wir vom ersten Lebenstag an gemeinsam. Dieses Beziehungsnetz mit all seinen sichtbaren und unsichtbaren Einflüssen prägt uns bis zu einem gewissen Grade. Dabei können die Auswirkungen ganz unterschiedlicher Natur sein und als positiv oder auch problematisch erlebt werden.
Beim Familienstellen in der Gruppe werden Familienmitglieder aus der eigenen Familie durch Teilnehmer der Gruppe stellvertretend dargestellt. Hierbei werden auch unbewusste und tieferliegende Ursachen für aktuelle Probleme zum Beispiel eines Kindes in der Familie oft deutlich und verstehbar. Im weiteren Prozess wird der Ursprung der Problematik noch deutlicher erkennbar und Lösungsmöglichkeiten treten zutage.
Die systemische Aufstellungsgruppe hat sich als hilfreiche Methode seit Jahrzehnten bewährt bei der Lösung von Problemen im Bereich familiärer Beziehungen und bei Symptomen von Kindern. Wir empfehlen das Familienstellen als begleitende Behandlung eingebettet in eine längerfristige Beratung oder auch Familientherapie.
Wir bieten voraussichtlich ab September eine "systemische Aufstellungsgruppe" in Form eines Seminars an, das alle 4 Wochen am Freitagvormittag angeboten wird. Die Dauer einer Gruppensitzung zur Familienaufstellung wird ca. 3 Stunden betragen. Teilnehmen können mit verbindlicher Zusage einzelne Elternteile (Mütter oder Väter) sowie auch Elternpaare. Falls ein Partner nur zu einzelnen Terminen dazukommen kann, ist das möglich, wenn der andere Elternteil fest an der Gruppe teilnimmt.
Die Anzahl der Teilnehmer wird 15 bis 20 Gruppenmitglieder betragen, da bei dieser Art von gemeinsamer Arbeit genügend Stellvertreter für Familienmitglieder zur Verfügung stehen sollten. Geleitet wird die Gruppe bei allen Terminen von
Frau Dr. Edelmann, die auch die einzelnen Prozesse begleiten und unterstützen wird. Die Gruppe ist darüber hinaus durch die wohlwollende Aufmerksamkeit und Anteilnahme im Prozess hilfreich. Es besteht für alle Teilnehmer der Gruppe die Möglichkeit, an einem der fünf Termine die eigene Familiensituation aufzustellen. Das ist jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme und auch die Erfahrung als Stellvertreter in den Aufstellungen der anderen Gruppenmitglieder in verschiedenen Rollen zu stehen, ist eine sehr bewegende und bereichernde Erfahrung.
Das Verständnis und die Einfühlung in die komplexe Vielfalt familiärer Beziehungen und unsichtbarer Bindungen wird durch die Prozesse in der Gruppe sehr erleichtert. Im alltäglichen Umgang mit den Kindern, dem Partner und auch anderen Familienmitgliedern, wie etwa den eigenen Eltern ergibt sich dadurch ein zusätzlicher Gewinn.
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